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Das deutsche Schulwesen 1939 bis 1945
Das Studium diverser Unterlagen hat mich zu dieser neuen Rubrik veranlaßt. Ich habe eine Übersetzung eines tschechischen Aufsatzes zu dem Thema hier eingestellt, da eine Wiederholung nur von Hauptdaten oder kurzen Auszügen den Ton des Originals nicht treffen würde und ich unter anderem auch gerne Originalunterlagen veröffentliche. Im übrigen bin ich auch immer ein Fan des alten Grundsatzes, daß auch die andere Seite gehört werden muß. Im Mittelpunkt des Aufsatzes steht u.a. der deutsche Bezirksschulinspektor Franz Oppelt. Er hat mitgeholfen, willkürlich eingedeutschte tschechische Kinder auf deutsche Schulen zu senden und Eltern, die Widerstand leisten wollten, an die Gestapo verwiesen. In dem Buch “Budweiser und Stritschitzer Sprachinsel” gibt es einige Rubriken, die Franz Oppelt persönlich verfaßt hat.
Einerseits präsentiert er Statistiken über Schülerzahlen von 1918, gegen Beginn und Ende des 2. Weltkrieges, geht aber nicht darauf ein, wie diese Entwicklung zustande gekommen ist. Ich habe mich auch schon beim Lesen seiner Rubrik über das Ende des Kriegs in Budweis gefragt, wieso ein Schulinspektor und diverse Lehrer verhaftet und ins Gefängnis gesteckt wurden. Nach dem Studium des Aufsatzes von Herrn Frantisek Bosak wurde dann einiges klarer.
Es ist übrigens auch erwähnenswert, daß Franz Oppelt in dem oben genannten Buch als “verdienter Budweiser” erwähnt wird. Worin dieser “Verdienst” bestanden hat, wird allerdings nicht genannt. Es wird wohl das Geheimnis der Autoren dieses Buches bleiben. Ich konnte bisher nichts finden, um das sich Franz Oppelt “verdient” gemacht hat.
Hier die Links zu:
dem interessanten Aufsatz von Frantisek Bosak Aufsatz Bosak
der Link zu der kritischen Besprechung des Aufsatzes Besprechung Aufsatz
dazu noch einige Dokumente aus dem Amtsblatt des Bezirks Budweis und ein altes Schulzeugnis aus Hackelhöf Schulwesen
Berichte von Schülern der deutschen Gemeindeschule: Schüler berichten
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